Annika Ernst, Saxophonistin I Instrumental-Pädagogin

Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde:  Geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit;  töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit; abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit;  weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit; klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit;  Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit; herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit;  suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit; behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit;  zerreißen hat seine Zeit, zunähen hat seine Zeit; schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit; lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit; Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit.

Gedanken dazu von Annika Ernst, Exter

Günter Weingarten
Diakon Günter H. Weingarten ist seit 1997 Mitglied im Brüder- und Schwesternrat, seit 2016 Mitglied im Seniorenbeirat der Gemeinschaft. Foto: Anja Kruse

Eine Begebenheit aus den siebziger Jahren erinnert Günter Weingarten aus Bad Essen.

“Wunder gibt es immer wieder, heute und auch morgen, können sie gescheh’n” – sang Katja Ebstein 1970 beim Song Contest Eurovision für Deutschland.
Vergebung – und damit ein Neuanfang – ist auch heute möglich.

Günter H. Weingarten, Diakon u. ehem. Brüderältester der ‘Diakonischen Brüder- und Schwesternschaft Wittekindshof’, aus Bad Essen.

Die Tage sind endlich! Ein Lied komponiert von dem in Enger lebenden Karl-Heinz Cottmann.

Karl-Heinz Cottmann
Karl-Heinz Cottmann,
Enger


Der Text passt auf verblüffende Art und Weise in unsere Zeit. Der Liedtext soll uns erinnern, dass alles ein Ende hat und ermutigen das Beste aus der Zeit zu machen.
Der Komponist selbst hat den Liedtext vorgetragen.

„Schweige und höre, neige deines Herzens Ohr!“ – dieser Gedanke des hl. Benedikt (480-547) mag auch gestressten Menschen unserer Zeit zu denken geben. Wahrscheinlich jeder kennt manchmal die Sehnsucht nach Einsamkeit, den Wunsch, Zeit für sich selbst zu haben, um zu reifen, Entscheidungen zu treffen, um zu erfahren, wer ich bin.
Maria Leistner (sie selbst ist blind) erfährt das “hier und jetzt” ganz besonders beruhigend.

Dr. med. W. Baumgärtner
Dr. med. W. Baumgärtner, Melle

Dr. med. Wolfgang Baumgärtner mit einem Gedanken zu 3Mose 26,6 Ich will Frieden geben in eurem Lande, dass ihr schlaft und euch niemand aufschrecke. Ich will die wilden Tiere aus eurem Lande wegschaffen, und kein Schwert soll durch euer Land gehen.

Barbara Wegmann
Barbara Wegmann, Journalistin, Münster

Ich habe mir vor wenigen Wochen ein uraltes Röhrenradio gekauft mit Plattenspieler. Stolz war ich, und wie, nur: der Plattenspieler leiert noch etwas, das kann behoben werden. Mit meinem Lebensgefährten saß ich abends gemütlich bei einem Glas Wein, er machte das Radio an, und nachdem sich das magische Auge schloss kam sehr deutlich WDR 2 oder 1Live, ich weiß es nicht mehr, klar und klangvoll, eine für das Alter des Radios gute Klangqualität. Aber schnell schauten wir uns an und waren uns einig: diese modernen Klänge passen einfach nicht zu einem so alten Radio, wir probierten es mit einem Klavierkonzert, schon besser und dann fiel mir ein, dass ich noch eine uralte Schallplatte mit Paul Lincke Melodien habe, dirigiert von Alfred Hause, den ich einmal in Hahnenklee kennenlernen durfte. Bei „Glühwürmchen, Glühwürmchen glimmre“ oder der „Berliner Luft“ oder „Bis morgens früh um fünfe, kleine Maus“ da war es da, dieses stimmige Gefühl, das waren die Klänge, die zu diesem alten Radio passten, es harmonierte einfach. Perfekt

So ähnlich sehe ich die Situation auch zurzeit, da klingen oftmals Töne und Worte aus Zeitung und Radio, Fernsehen und Internet, die nicht so recht passen wollen zu einem ohnehin momentan nicht ganz leichten Leben. Deutschlands größtes Boulevardblatt allen voran: da wird Angst geschürt in manchen Beiträgen und man beschäftigt man sich mit der Frage, wie Homeoffice bei Pornostars aussieht. Töne und Worte, die so gar nicht passen wollen, sind das die Dinge, die uns bewegen?

Mich überzeugen mehr die Menschen, die sich klar an Fakten halten, die keine Panik, sondern fundiertes Wissen verbreiten, die, die souverän und ruhig uns durch diese schwierige Zeit leiten, ohne politische Intentionen, ohne Geschmacklosigkeiten. Die ihren Verstand und ihr Herz sprechen lassen. Authentisch, vertrauensvoll.  Ich kann nichts anfangen mit standardisierten Äußerungen, mit Horrorvisionen, Fakenews, mit Übertreibungen. Wir haben auch keine „Helden“, die wir beklatschen, zu denen wir aufschauen müssen. Wir haben Menschen, die tatsächlich Großartiges leisten, aber statt sie zu Helden zu machen, sollten ihre Gehälter steigen, was sie schon lange ganz sicher verdient hätten!

 Es kommt also auf uns selbst an, mit wachem Verstand das richtige „Programm“ zu finden und kritisch zu filtern, jene Klänge, Töne, Worte, bei denen wir ohne Vorbehalt sagen: ja, das ist es, das glaube ich, dem vertraue ich, da stehe ich hinter. Passen sie gut auf sich auf


Bärbel Fünfsinn, 1962, Theologin und Sängerin, war lange Zeit als Lateinamerikareferentin in der  
ev. Nordkirche in Hamburg und arbeitet nun als Lehrerin Foto: Matthais Grosse

Bärbel Fünfsinn ist gerade aus Kolumbien zurück gekommen, da beginnt in Deutschland und Weltweit die Corona-Krise. Jeden Tag denk sie an die Freund in Kolumbien, ihre Gedanken sind dort und die Sorge wie es ihrer Freundin Ulrike und Menschen in Kolumbien geht, wächst. Sie berichtet und ruft auf zur Hilfe.

Die Ewige ist mein Licht- CD

Die Ewige ist mein Licht- CD – hören Sie hier den Titelsong

Die CD: Die EWIGE ist mein Licht, morderne und alte Psalmen, gibts es bei ihr zu bestellen für 15€,

www.baerbelfuenfsinn.com